Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei. Mit dem Sonnenaufgang brach heute der letzte Lagertag an. Ein besonderer Dank geht an Wettergott Petrus, der uns während der gesamten Woche mit herrlichem, regenfreiem Wetter verwöhnte.
Am Abschlusstag war die Müdigkeit bei einigen bereits spürbar, dennoch freuten sich alle Juniorinnen und Junioren auf die letzten Programmpunkte. Die geplante Schnitzeljagd des Lagerhäuptlings und seines Bodyguards musste kurzfristig gestrichen werden – die Vorbereitung war irgendwo zwischen Stuhl und Bank verloren gegangen. Also übernahmen die Leitenden mit individuellen Aktivitäten. Fussball stand erneut hoch im Kurs, sei es in der Halle oder unter der drückenden Sonne.
Von der Hitze gebrutzelt stürmten die hungrigen Mäuler in den Esssaal. Hörnli mit kräftigen Schwinger-Tätschli lösten sämtliche Hungerprobleme im Nu.
Am Nachmittag folgte der traditionelle Klassiker. In der Vergangenheit war dieser meist eine klare Angelegenheit zugunsten der Leiterschaft. Wie jedes Jahr rechneten sich die ältesten Juniorinnen und Junioren dennoch Chancen gegen den Favoriten aus. Die Ausfälle von Bösch und Buser wogen in etwa so schwer wie jene von Manzambi und Aebischer in Übersee. Lange sah es nach einem zähen, knappen Sieg der Leitercrew aus. Kurz vor Schluss mussten die Leiter jedoch nochmals zittern, nachdem Schiri Schöpf beim Stand von 3:1 auf den Punkt zeigte. Comebacker Fölmli hexte den Ball magisch um den Pfosten, sodass wenige Zeigerumdrehungen später der Sieg definitiv eingefahren war. Die Serie hält – und der berühmte Marcel-Burkart-Lagerpokal bleibt in den Händen der Gastgeber.
Mit einem bunten Abend verabschiedeten wir uns vom Lagergeschehen in Reconvilier. «Rettet die Million» lautete die Devise. In verschiedenen Spielen waren Fehler tabu, denn jeder Patzer kostete Geld. Wer am Ende den grössten Betrag retten konnte, gewann den Abend.
Nach der Sendungsaufzeichnung wurden die Gesamtsieger des Lagers gekürt und der prall gefüllte Gabentempel eröffnet. Im Vergleich zu vor zehn Jahren hat dieser Gabetisch mittlerweile beinahe astronomische Ausmasse erreicht. In die Gesamtwertung flossen sämtliche Lagerwettkämpfe ein – vom Turnier über die Olympiade und diverse Quizzes bis zum bunten Abend. Am Ende triumphierte das Team, das über alle Disziplinen hinweg die konstanteste Bestform zeigte: Lagerchampion 2026 ist Frankreich! Im letzten Spiel verdrängten sie Portugal auf Platz zwei. Mit einem feierlichen Abschluss endete diese Lagerwoche heute Abend.
Wir dürfen erneut auf ein sensationelles, unfallfreies und spassiges Juniorenlager zurückblicken. Unser Dank gilt allen Leitenden, der Küchencrew, den Helfenden und Sponsoren für ihre grosse Unterstützung. Gemeinsam mit den Kids durften wir eine Woche erleben, die so schnell nicht vergessen geht.
Morgen melden wir uns mit der Ankunftszeit, wir geben euch die Kids zurück – Jubel, Trubel, Heiterkeit!
Der frühe Vogel fängt den Wurm – und auch diese Nacht verlief erneut völlig reibungslos. Nach beinahe einer Woche dürfen wir festhalten: Die jurassische Steinzeitluft sorgt zuverlässig für ruhige, erholsame Schlafstunden.
Mit frischer Energie und einem kräftigen Frühstück starteten unsere Fussballer:innen in den Tag. Die Konzentration lässt zwar langsam etwas nach – das Wochenende rückt näher –, doch für den Lagerendspurt bündeln wir nochmals alle Kräfte. Die Jüngsten tauschten den Savannenplatz gegen die Halle, wo Altmeisterin Linda mit Kommandos wie «links, rechts, tiki-taka» den Ton angab. Etwas rauer wurde es rund einen Kilometer weiter auf dem Fussballfeld: Feuerwehrmann Böschi musste bei den Juniorinnen eingreifen, die Kohlen aus dem Feuer holen und den Dampfer wieder auf Kurs bringen – eine wertvolle Lektion für unsere beiden Jungtrainerinnen.
«Nonstop Fun» lautete das Tagesmotto der D-Kids. Poker, Roulette und Brändi Dog sorgten für eine aktive Regeneration. Gleichzeitig müssen wir (ausnahmsweise) die Kreativität unserer Leiterinnen und Leiter tadeln: Bereits zum dritten Mal führte ein Ausflug in den nahegelegenen Trampolinpark. Für die Medienarbeit liefert das aktuell leider keine neuen Schlagzeilen.
Dafür kann die Boulevard-Presse aus dem Küchenteam das Lagercomeback des 21. Jahrhunderts verkünden. Ein angeschwemmter Ehren-Küchenchef wagte ein Kurzcomeback im Stil von Manuel Neuer. Hoffen wir, dass dieses Intermezzo bis Ende Woche von Erfolg gekrönt wird – die ersten Einsätze zeigen jedenfalls, dass das Talent im Ruhestand nicht verloren ging.
Am Nachmittag zog es den Grossteil der Crew ins Schwimmbad von Tramelan. Kaum angekommen, jagten die Kids erneut dem Ball hinterher und beklagten sich über die frische Wassertemperatur. Die Leiterinnen und Leiter nutzten die seltene Ruhe für ein internes Volleyballduell: Jung gegen Alt, bei kräftigen Windböen – ein Sandklassiker von Tramelan. Sportlich blieb es auch für die D-Junioren, die als letzte Gruppe die Padel-Arena testen durften. Mit Schwung und feiner Technik jagten sie die gelben Filzbälle durch den Glascontainer.
Zu Beginn der Woche erwähnten wir, dass Fastfood in der amerikanischen Provinz noch auf sich warten liess. Heute durften unsere Nachtschwärmer endlich die nahegelegene Schnitzelbude besuchen. Beim Klassiker Schnitzel & Pommes gab es an den Tischen kein Halten mehr.
Danach ging es für die E-Junioren und Juniorinnen in die Casino-Nachspielzeit. Beim Lotto wanderten die ersten Preise über die Theke. Nur einen Raum weiter krachte es an der Bande, weil unsere Senioren die Bälle durch die Halle feuerten. Die D-Junioren wagten sich derweil auf eine glitschige Unterlage: Ein mit Seife gefüllter Gummifussballplatz stellte sie vor ungewohnte Herausforderungen – und bot auch den weniger filigranen Spielern die Chance, sich einmal richtig auszuzeichnen.
Tag 6 haben wir auch noch überstanden, weil die Kids ziemlich schnell ihren Schlaf fanden.
Noch immer freudgetränkt vom heroischen Viertelfinaleinzug und dank einer zusätzlichen Stunde Schönheitsschlaf gelang das Aufstehen heute beinahe in Rekordzeit. Man munkelt, einige hätten sogar gelächelt, bevor der erste Kakao intus war.
Der Morgen bot ein abwechslungsreiches Programm – denn wie heisst es so schön: Wer Erfolg haben will, macht einfach eine Trainingseinheit mehr als die anderen. Getreu diesem Motto stürmten die D-, C- und B-Junioren entschlossen auf die grüne Wiese. Böse Zungen behaupten ja, dass genau diese drei Teams zusätzliche Übungsminuten besonders nötig hätten. Die trockene jurassische Hitze hat den Hausgarten in den letzten Tagen in ein Safari‑Savannenfeld verwandelt. Ein Braunton, den wir aus dem heimischen Seeland nur zu gut kennen. Und wo eine Savanne ist, sind unsere kleinsten Timon und Pumbas natürlich nicht weit. Statt Insektenjagd oder Hakuna‑Matata‑Gesang entschieden sie sich jedoch für eine deutlich modernere Form der Unterhaltung: Kraftwürfel Nico’s Wasserspiele. Mit jeder Fontäne wurde klar – nein, das war keine Fata Morgana. Bleiben wir im Disney‑Kontext: Die Juniorinnen hüpften sich auswärts die Hufe ab – ganz im beschwingten Stil der Gummibärenbande.
Gruss aus der rüüdigen Heimat. Die Luzerner Pasteten haben zusammen mit den altbekannten Segattini’s bei uns vorbeigeschaut. Gleichzeitig möchten wir betonen, dass wir nicht nur zum Vergnügen hier sind. Von jung bis alt trägt jede und jeder Verantwortung: Ob mit WC‑Bürste, Abwaschtuch oder Besen – das Haus muss täglich in Schuss gehalten werden.
Nun zurück ans Eingemachte. Heute Nachmittag standen die Finalspiele der Lager‑WM auf dem Programm – und nach der spannenden Vorrunde war Nervenkitzel garantiert. Alle Teams erhielten in der KO‑Runde nochmals die Chance, sich zu beweisen und ihren Traum vom Weltmeistertitel zu wahren. Die besten Ausgangslagen hatten wohl die Franzosen und die Argentinier, die nach der Vorrunde von der Tabellenspitze grüssten.
Doch der Druck forderte seinen Tribut: Die Franzosen konnten diesem nicht standhalten und belegten am Ende «nur» den vierten Rang. Dafür nutzten die zuvor eher zurückgebundenen Teams den KO‑Modus zu ihrem Vorteil. Die Brasileros und die Portugiesen kämpften sich beherzt an den Grossmächten vorbei und sicherten sich die Spitzenplätze.
Die hinteren Ränge wurden im sogenannten Infantinomodus ausgespielt – dort entschied nämlich einzig und allein Oberhaupt Lonz Pfannenstiel über den Ausgang der Partien. Währenddessen betraten die dezimierten Gauchos und die Sambas die grosse Bühne des Finales. Da dieses Spiel klar zugunsten der Rio‑Kicker ausging, avancierte die Halbzeitshow der Boyband Sega & Tini zum eigentlichen Highlight des Endspiels.
Trotzdem gebührt allen Teams ein grosses Kompliment: Sie haben ihre Länder würdig vertreten und besitzen weiterhin die Chance, in den kommenden Wettkämpfen mit starken Leistungen den Weg an die Spitze zu finden.
Unterhaltsame Abendstunden bei der Salzwassersuche und der Rutschpartie auf dem Gummiboden rundeten den fünften Lagertag ab. Selbst unser Sous‑Chef Jason stellte zum Abendrot hin die Feierlichkeiten über den Schweizer Viertelfinaleinzug ein.
Nun freuen wir uns auf den Donnerstag – und bringen alle Kinder zeitgerecht in ihren Schlag!
Alle Jahre wieder gibt es diesen einen Tag, an dem wir den Bericht leider nicht zu eurem Morgenkaffee servieren konnten. Doch wir finden: Der gestrige Viertelfinaleinzug ist ein Alibi, das sogar der strengste Lagerjurist durchwinken würde. Also: Noch einmal alles von vorne…
Zurück in Reconvilier verwandelten sich unsere Kicker in waschechte Olympioniken. Irgendetwas zwischen Orientierungslauf über Stock und Stein und einem Vita‑Parcours musste absolviert werden – eine Mischung aus Abenteuer, Schweiss und „Wo zum Geier ist Posten 3?“.
Um die Generation Alpha erfolgreich zu entdigitalisieren, schickten wir die Teams in den echten Wald. Kein WLAN, kein Ladegerät, nur Natur, Tannenzapfen und der stille Verdacht, dass der eine oder andere Junior zum ersten Mal einen Baum aus nächster Nähe sah.
Dort mussten sie ihre Geschicklichkeit, Kreativität und Intelligenz unter Beweis stellen. Der Turm sollte möglichst hoch sein. Der Tannenzapfen musste möglichst weit fliegen. Und beim Memory galt es, in kürzester Zeit die Paare zu finden. Manche brillierten, andere fanden konsequent Nicht‑Paare, aber dafür mit beeindruckender Überzeugung.
Die Küche ist nicht nur gut, sondern auch wahnsinnig flexibel – eigentlich ein eigenes Olympiateam wert. Die jüngsten Kids hatten nämlich nicht wirklich lange Zeit, ihre verschüpften Nudeln runterzuschlingen. Kaum war die letzte Nudel vom Teller gekratzt, hiess es: Abmarsch zum Nachmittagsabenteuer.
Das Motto: Apfel auf den Kopf, Armbrust in die Hand. Das Endziel: Präzision wie Wilhelm Tell – und bitte ja nicht wie Akanjis Elfmeter.
Während einige Junioren den Apfel mit stoischer Ruhe balancierten, zielten andere mit einer Ernsthaftigkeit, als würden sie gleich die Schweiz retten. Man hörte vereinzelt nervöse Schluckgeräusche, gefolgt von triumphierenden Jubelrufen, wenn der Pfeil tatsächlich dort landete, wo er sollte.
Die D‑Junioren und unsere Platzhirschen und ‑hirschkühe trainierten ihre Polysportivität. Erstere schraubten Saltos und Auerbachs in das kühle Nass. Wir entschuldigen unser Medienteam, dass wir keine Fotos davon haben. Und zweite Sünde: Ein einheimischer Ball durfte die Badizone für einmal verlassen. Im Gegensatz dazu padelten unsere Hirsche zwei Stunden lang.
Vegas, Baby! Gemeinsam mit weissem Hemd und Sonnenbrille bewaffnet ging es auf die bekannte Strip Street. Wie man weiss, gibt es auch dort gute Pizzabuden. Teigesel Jason und der heimliche Besim Michi stopften den Zockern die Mäuler mit Qualitätsware aus Italien. Dann hiess es: «Rien ne va plus». Chips setzen, hoffen, zittern, jubeln. Wer schnappt sich den Goldsack? Eine makellose 8 katapultierte den Namensvetter unseres Ehrenfeldi Grüter zum strahlenden Gewinner des Abends.
Und als Krönung folgte das grosse Spiel: Gemeinsam das Schweizer Achtelfinale schauen, mitfiebern, schreien, lachen – und schliesslich glücklich und erschöpft in die Better fallen.
Und wieder an den Start: Daher sind wir heute etwas später parat!
Wie gestern besprochen, werfen wir das Ahornblatt heute schwungvoll in die Ecke, setzen uns den Sombrero auf und stolpern reconviliertechnisch ins dritte Gastgeberland hinein. Während einige waghalsige Leiter sich nach dem Englandspiel gerade erst ins Bett gerettet hatten, dröhnte aus dem Wecker bereits wieder die Macarena.
Der Morgen stand ganz im Zeichen sportlicher Höchstleistungen – oder zumindest dem, was man in Reconvilier als solche durchgehen lässt. Die jüngsten Talente beackerten tapfer den wüstenähnlichen Kaktusplatz direkt vor der mexikanischen Festhütte. Und ja, er piekst wirklich. Währenddessen griff Lagerikone Linda tief in die pädagogische Mottenkiste und reaktivierte eine altbewährte Methode: die klassische Bestrafung. Ein Treffer? Wunderbar, weiter geht’s. Aber wehe, man verfehlte das Tor – dann hiess es: Schuhe festbinden, Kopf hoch und eine Runde Laufen. Etwas gemütlicher ging es auf dem Fussballplatz zu. Dort schraubelten Dr. Stirnimann und Dr. Brun mit ernster Miene und wissenschaftlicher Hingabe an einem hochkomplexen Sozialexperiment. Die Fragestellung: Was passiert, wenn man Weiblein und Männlein teamtechnisch zusammenmischt? Google meinte dazu nüchtern: mehr Innovation, höhere Produktivität, ausgewogenere Entscheidungen. In der reconvilianischen Praxis zeigte sich aber vor allem eines: Das Laufverhalten der Männlein schoss durch die Decke. Einen völlig anderen Weg wählte die mittlere Kategorie. Mit einer Mischung aus Mut, Übermut und „Hoffentlich hält das Netz“ wurden die Trampolinnetze ordentlich strapaziert. Der Morgen war intensiv, lehrreich und ein bisschen mexikanisch-chaotisch.
Am Mittag schob die Küchencrew den Spätzliteig mit chirurgischer Präzision durchs Löchersieb. Apropos Löchersieb: Wir möchten uns an dieser Stelle aufrichtig bei unseren geschätzten JB aus Sempach entschuldigen. Wir sind nämlich der nicht ganz unwesentliche Grund, weshalb euer Brauser den gemeinsamen Hochzeitstag in den unterhaltsamen Stunden von Reconvilier versinken liess. Reconvilier hat ihn verschluckt – aber immerhin gut genährt wieder ausgespuckt.
Padel ist eine Sportart, die mittlerweile weltweit für Furore sorgt. So auch in Mexiko. Die jüngsten Junioren und die Juniorinnen testeten die dafür vorgesehene Halle direkt in der Nachbarschaft. Die Glasscheiben wurden dabei dem vollen Wucht‑Test ausgesetzt. Die restlichen Kategorien beschäftigten sich derweil mit Boules, Fussballtennis und Hallengebolze.
Teamkoch Böschi konnte sich vor lauter Büez kaum mehr retten. Während die klassischen Kochaufgaben heute mit einer ganzen Menü‑Parade daherkamen, jonglierte er gleichzeitig mit Pfannen, Gewürzen und einer Horde hungriger Junioren. In einem pädagogisch fragwürdigen, aber zweifellos unterhaltsamen Nebenschauplatz setzte er verschiedene Junioren kurzerhand im Hausteich aus. Ob das nun ein Ritual, ein Experiment oder einfach ein „Ich brauch kurz Ruhe“ war, bleibt sein Geheimnis. Fakt ist: Wir dürfen jeden Tag hervorragendes Essen geniessen – und das trotz (oder wegen?) Böschis amphibischer Nachwuchsbetreuung.
Wir befinden uns bereits am dritten Tage, bald Zeit für einen kleinen Überblick der Lage. Ein kleiner Amor, verschwundene Handys und eine Apfelplage, wir verzichten auf eine weitere Vorhersage!
Wie angekündigt senden wir an Tag 2 direkt aus der kanadischen Metropole Toronto. Mit einem kräftigen A‑Horn liess Andri Schonbächler das gesamte Untergeschoss unserer Unterkunft erzittern – ein Sound, der irgendwo zwischen Alphorn‑Romantik und NHL‑Einlaufmusik pendelte. In der frühen Morgenstunde reagierten nicht nur wilde Elche, sondern auch schlaftrunkene Kickertalente, die sich aus ihren Traumiglus schälten und ins Abenteuer starteten.
Ähnlich legendär wie die Startnummernauslosung in Adelboden verlief auch die Vergabe der Lagershirts. In strahlendem Blau eingekleidet, stellte Glamourfotografin Rabbit die Kids in perfekter Formation auf – und zack, ein Schnappschuss für die Lager‑Geschichtsbücher war geboren.
Wie so oft im Leben eines Profifussballers bleibt zwischen Medienarbeit und Training kaum ein Spalt für Verschnaufpausen. So auch in der kanadischen Provinz Reconvilier. Nach einer Wanderung durchs Valley erstrahlten die Trainingsplätze im schönsten Seelandtein. Und wie wir es kennen: Auch hier schlängelte sich der Wasserschlauch quer über den Platz – was natürlich sofort eine Intervention unseres Haustheos auslöste. Schlauch geräumt, Bühne frei.
Im Sinne unserer vier Lagerkompetenzen – Taktik, Technik, Athletik und Persönlichkeit – wurden die Kicker anschliessend auf Herz, Nieren und Hirn geprüft. Die Endrunde ruft, und wir sorgen dafür, dass niemand nur träumt, sondern auch liefert.
Klimawandel sei Dank, dass die berühmten Fleischvögel in diesem Sommer ebenfalls den Weg in unseren Kipper gefunden haben. Angereichert mit gestockten Kartoffeln und Bohnen wurden die Mäuler der Jungs und Mädels zuverlässig gestopft.
Eigentlich ein gemütliches Mittagessen… wäre da nicht die mysteriöse Gletscherspalte im Esssaal, die bereits mehrere Stühle und vereinzelte Kinder verschluckt hat. Ein Naturphänomen, das uns täglich daran erinnert: Reconvilier ist wilder, als jede Landkarte vermuten lässt.
Ob Favorit oder nicht, spielt heute noch keine Rolle – schliesslich kommt bei uns sowieso jedes Team in die nächste Runde. Fairness ist ja unser zweiter Vorname. Entsprechend zündeten die Mannschaften von Beginn weg ein Feuerwerk, und hochkarätige Partien prasselten Schlag auf Schlag über den Platz.
Am Ende sicherten sich die Franzosen und die Gauchos die Pole Position. Dicht dahinter die Sambakicker und – man staune – die Deutschen. In Lauerstellung warten zudem die Schweizer, die Spanier, die Briten und die Portugiesen.
Die Spaghettis, die am Abend in die Pfanne wanderten, liessen sich bekanntlich so leicht brechen wie Frau Blancos angeschlagener Fingernagel beim Volleyspiel. Nach dem Mahl zog die Feiermeute – traditionsgemäss – weiter in die Bar von Mama Bowling. Und siehe da: Auch unser Neustatiönler & Souchef Eli‑aha fand den Weg dorthin, begleitet von der Gerligenbombeuse Jana. Ein Duo, das jede Bar zum Leuchten bringt.
Kanada im Rücken, wird uns morgen Mexiko entzücken. Bye Bye und gute Nacht, wir halten die Meute auch heute in Schacht.
Exakt 358 Tage nach dem grossen Zeltabbau in Waldstatt melden wir uns nun aus dem bern‑jurassischen Reconvilier zurück. Ein Dorf so idyllisch, dass man fast ein schlechtes Gewissen hat, wenn 57 fussballhungrige Nachwuchstalente einfallen. Doch keine Sorge: Wir verwandeln dieses Postkartenidyll im WM‑Sommer in einen Ort, der garantiert nicht schläft – eine Art Mini‑Times‑Square, und mittendrin das strahlende «White House» von Reconvilier. Make das Juniorenlager great again!
Alle Mann und Mädels an Bord, und Captain Kusi Zeller jagte das vierblättrige Wundergefährt mit der Eleganz eines Schweizer Chuck Norris Richtung American Dream. Nur zwei waschechte Lagerlegenden entschieden sich für das Abenteuer «Deutsche Bahn» – und mussten schliesslich mit einem filmreifen «Last Call!» auf den Lagerzug aufspringen.
Angekommen in Übersee, gleich hinter der legendären Jura‑Viererkette, zeigte das Organisationskomitee erste Spuren von Jetlag. Kein Wunder: Die Reise verflog schneller als ein Mbappé‑Sprint, und plötzlich standen wir mitten im Land der Träume. Überraschung am Buffet: Statt Burger‑Berge und Pommes‑Lawinen servierte das eingeflogene Küchenteam frische Salate und Shaqiri‑Waden – proteinreich, kunstvoll angerichtet, beinahe museal.
Zu einer XXL‑Lager‑WM gehört natürlich eine Auslosungszeremonie, die pompöser ist als jeder Superbowl‑Auftritt. Cowboy Haaland ritt selbstverständlich ein, und die Jüngsten lernten den zweitkomischsten Donald nach dem Duck kennen. In unserem grenzenlos fairen Lager durften sogar die Deutschen wieder mitmachen – wenn auch nur beim Bestimmen der Spielauswahl im legendären 1%-Quiz.
Pünktlich zum Sonnenaufgang schraubte unser Schraubenkönig Knicker das Empire State Building in die Höhe, als wäre es ein IKEA‑Regal im Sonderangebot. Ein herzliches Dankeschön geht zurück nach Sempach an Sepp und Wäutu, die uns ihren besten Handwerker für eine Woche nach Reconvilier ausgeliehen haben.
Vom Jetlag gezeichnet, wechselten die Kicker vom Land der Träume in ihre eigenen Traumwelten. Kaum waren die Augen zu, wurden die Medienzelte hochgefahren: Links von mir Videocreator François Habegger, rechts von mir Dichter, Denker, Drinker – ein Trio, das selbst Hollywood nicht besser casten könnte.
Wir haben ja bereits erwähnt, dass wir ein faires Lager sind. Deshalb dürfen selbstverständlich auch die Italiener mitmischen – diesmal im leuchtend orangen Dress, stilvoll entworfen von Stardesigner Giorgio Aperoli.
Morgen schreiben wir aus KANADA, ist um Mitternacht überhaupt noch jemand da?! Ab sofort liefern wir euch jeden Tag neue Geschichten, darauf könnt ihr nicht verzichten.
