Sempacher Last-Minute Sieg gegen LSC

FC Sempach - Luzerner SC (2. Liga regional) - 10. September 2017

Endresultat: 2-1 (1-0)

 

Torwart Raphael "die Spinne" Helfenstein
Torwart Raphael "die Spinne" Helfenstein

Unter der Woche konnte das Fanionteam des FC Sempach mit einem Cupsieg ein wenig Selbstvertrauen für die kommenden Meisterschaftsaufgaben tanken. Mit frischem Elan und einer kämpferisch geschlossenen Mannschaftsleistung konnten die Sempacher kurz vor Schluss den LSC mit 2:1 besiegen.

 

Die Verletztenliste des FC Sempach verkleinerte sich mit Hinblick auf das Spiel gegen den Luzerner SC. Im Gegensatz zu den Vorwochen konnte Trainer Koch wieder auf bewährtes Spielerpersonal zählen. So rückte beispielsweise der wiedergenesene Stürmer Schnyder in die Startelf. Man kannte den Gegner bestens, da man erst vor der Sommerpause gegen die Luzerner um den Aufstieg gespielt hatte.

 

Sempacher Kampf macht LSC das Leben schwer

 

Sempach wusste, dass man den Gegner über den Kampf besiegen kann. Genau nach diesem Vorhaben stieg der FCS in die Partie. Man war hart am Mann und versuchte den Gegner in Zweikämpfe zu verwickeln. LSC drückte dem Spiel zu Beginn den Stempfel auf. Nach knappen zehn Spielminuten gelang es Balaj sich durch die Sempacher Hintermannschaft zu dribbeln. Auf der 5-er Linie drückte er ab, scheiterte jedoch am reaktionsstarken Torhüter Helfenstein. Praktisch im Gegenzug vollendete der wirblige Adrian Schnider einen Konter über die rechte Seite mit dem Kopf. Nach einer hohen Flanke in den Strafraum stieg der sprungstarke Schnider am höchsten und köpfte den Ball in die linke Ecke. Endlich durften die geduldigen Sempacher Fans wieder einmal einen „Schnider-Flick-Flack-Jubel“ bewundern.

 

n der Folge war das Spiel nicht wirklich etwas für Fussball Liebhaber. Meistens stand der Schiedsrichter im Zentrum des Geschehens. Zahlreiche Fouls auf beiden Seiten verhinderten ein fliessendes Spiel. Die Stimmung auf dem Platz war gehässig mit vielen Diskussionen. Erst kurz vor dem Seitenwechsel erarbeitet sich ein Luzerner Stürmer eine weitere Chance, indem er Helfenstein umkurvte, aber der Winkel zu eng wurde, um ein Tor zu erzielen. Der Stürmer liess seinen Frust an der Werbebande aus: Ein bisschen sinnbildlich für die Luzerner Offensivreihe in der ersten Halbzeit.

 

Der zweite Abschnitt begann so, wie der erste aufhörte. Ein hartes Sempacher Foul brachte die Emotionen wieder zurück auf den Platz. Je länger das Spiel dauerte, umso stärker wurde der Gast aus Luzern. Sempach hatte im zweiten Durchgang zuerst offensiv keine entscheidenden Situationen. Etwa eine Viertelstunde nach dem Pausentee war es dann soweit. Nach einem aus Sempacher Sicht ärgerlichen Eckball kam der starke Innenverteidiger Procopio von hinten angebraust und wuchtete den Ball mittig ins Tor. Spaqis LSC erzielte den Ausgleich zum 1:1.

 

Torwart Helfenstein mit dem Spiel seines Lebens

 

Der Luzerner Sportclub blieb am Drücker und suchte nun den Führungstreffer. In den ersten paar Minuten gelang es den Sempachern nicht, sich aus der Defensive zu befreien. Ein ums andere Mal stürzte sich der Sempacher „Winkelried“ Helfenstein in die Schüsse der Luzerner. Mit Weltklasse Paraden rettete der Sempacher Goalie die zum Teil schon geschlagene Hintermannschaft der Gelb-Roten und avancierte so zum unbestrittenen Matchwinner. Das Gefühl war da, als könnte an diesem Tag hinten nichts mehr anbrennen. So traute sich der FCS mehr zu und suchte doch noch den Siegtreffer.

 

Kurz vor Spielschluss entwickelte sich die Partie zum offenen Schlagabtausch. Es war eine Frage der Zeit, bis die erste Mannschaft einen Fehler machte. Schliesslich zeigte die Matchuhr bereits die 94. Minute an. Der ebengenannte Helfenstein schlug einen weiten Ball für den gestarteten Furrer. Dieser wiederum umkurvte seinen Gegenspieler und legte seinem Kapitän auf. Kevin Schnider zog direkt ab und schlenzte den Ball in den rechten Winkel. Daraufhin brachen im Sempacher Seeland alle Dämme und der FCS feierte den zweiten Saisonsieg in einem spektakulären Sonntagsspiel gegen den LSC.

 

Nach einer Niederlagenserie fing sich der FCS nun und katapultierte sich wieder zurück in die Spur. Nach diesem Sieg reist die Mannschaft mit neuem Selbstvertrauen nächsten Samstag nach Küssnacht und möchte dort die Siegesserie fortführen. Das Spiel auf dem Fussballplatz Luterbach in Küssnacht beginnt um 18.00 Uhr!